Es ist unklar, wer das Rennen um die Entwicklung des ersten Automatikchronographen für sich entscheiden konnte, Seiko war mit dem Kaliber 6139 jedoch dabei. Das Werk ermöglicht Stoppzeiten bis zu 30 Minuten bei automatischem Aufzug, einen permanent mitlaufenden Sekundenzeiger findet man nicht, sondern nur bei aktiviertem Chrono. Vorliegend handelt es sich um die Referenz 6139-7002, die Uhr hat ein fast 42mm breites, massives Edelstahlgehäuse. Es zeigt ein paar Gebrauchsspuren, Zifferblatt und Zeiger sind sehr gut erhalten, das Mineralglas wurde erneuert. Der Chrono schaltet und nullt exakt, das Datum kann durch zweistufiges Drücken schnellverstellt werden, in Stufe 2 verändert sich der Wochentag (englisch/römische Zahlen). Gemäß der Seriennummer wurde die Uhr im Mai 1976 produziert. Das originale Stahlband hat schon etwas Stretch, es dürfte aber noch bis 19cm Gelenkumfang tragbar sein. Als Besonderheit liegt der Uhr die originale Schachtel aus den 70er Jahren bei (minimale Beschädigung am inneren Seiko-Schriftzug).
Das Edelstahlgehäuse dieser Dugena aus der Baureihe Watertrip erreichte einst eine Druckdichte von 200 Metern, es ist zudem baugleich mit dem der legendären Stowa Seatime. Beim Uhrwerk handelt es sich um ein Pforzheimer PUW 1561 mit Datumsanzeige, schnellverstellbar durch Wechsel zwischen 20 und 24 Uhr. Das silberweiße Zifferblatt wird durch rote Akzente auf den Indizes und ein zielflaggenähnliches Muster im Außenbereich aufgepeppt. Der Zustand ist rundum gut, das Gehäuse hat noch alle Originalschliffe, das Originalglas wurde poliert. An den 19mm breiten Stegen befindet sich ein neues Kautschukband im Racing-Design.
Diese goldige Arctos war einst ein Gewinn in der Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“. Sie stammt schätzungsweise aus den 1970er Jahren und wird vom Handaufzugskaliber Durowe 7425-2 angetrieben. Der Zustand ist rundum gut, das vergoldete Gehäuse hat minimalen Kantenabrieb, Zifferblatt und Zeiger sind makellos. Erneuert wurden das Glas sowie das dunkelbraune Lederband.
Das Zifferblatt dieser Osco aus den 70er Jahren schimmert in einem schönen silber-braunen Farbverlauf. Das matt verchromte Gehäuse befindet sich in gutem Zustand mit minimalem Kantenabrieb, im Inneren tickt ein Handaufzugswerk vom Typ FE 233-60, es läuft mit starker Amplitude. Erneuert wurden Glas, Krone und Lederband.
Bis in die 70er Jahre hinein wurden in Deutschland kaum „echte“ Taucheruhren produziert, also solche die (ehemals) bis mindestens 20bar/200M druckdicht waren. Neben der u.a. bei der Stowa Seatime genutzten Gehäusekonstruktion mit verschraubtem Boden war die zweithäufigste Variante das Pforzheimer TS200-Gehäuse mit gedrücktem Deckel. Letztere schaffte es als heutzutage extrem gesuchtes Modell sogar in den Export nach Glashütte und wurde dort mit Spezimatic-Werken ausgestattet. Das vorliegende Exemplar mit silberfarbenen Sonnenschliff-Zifferblatt stammt von der Pforzheimer Marke Finowa und bietet eine Schnellverstellung des Datums durch Druck auf die Krone, dank PUW 1561. Die Uhr wurde offenbar nur selten getragen, das beweist sowohl das Edelstahlgehäuse mit schön erhaltenen Originalschliffen als auch die drehbare Kunststofflünette, deren Markierungen noch einwandfrei sichtbar sind. Diese ist bei den TS200-Tauchern vergleichsweise selten zu finden und wurde gemäß Katalogbildern auch bei den ersten Glashütter TS200-Modellen verwendet. An die 19mm breiten Stege wurde eine Neuauflage des klassischen Tropic-Kautschukbands montiert.
Diese ungewöhnlich gestaltete Preziosa zeigt die Zeit über drehende Scheiben an, beim Uhrwerk handelt es sich um ein Förster 221. Mit knapp 40mm ist die Uhr sehr breit, kann aufgrund der Horn-zu-Horn-Länge von 37mm aber auch an schmaleren Gelenken getragen werden. An die 22mm breiten Bandstege wurde ein braunes Lederband im Racing-Design montiert. Allgemein ist der Zustand rundum sehr gut, oft getragen wurde die Uhr scheinbar nicht.
Die Marke Memosail hat sich in den 70er Jahren auf Uhren für den Regatta-Segelsport spezialisiert. Dort wurden die Boote bei Rennen im Abstand von 10 Minuten gestartet, was eine möglichst einfache Ablesbarkeit dieser Taktung erforderte. Das Ergebnis war ein Chronograph mit dem Kaliber Valjoux 7737 und einer sich unter dem Zifferblatt drehenden Minutenscheibe. Diese schaltet aller 30 Sekunden eine Stufe weiter, der Countdown zählt also von 10 herunter bis im Zifferblattausschnitt nur noch „START“ steht. Das besondere an vorliegendem Exemplar ist das Gehäusematerial, denn oftmals waren diese Uhren nur aus verchromtem Messing und sind durch jahrelangen Gebrauch vor allem auf der Rückseite völlig abgerieben. Hierbei handelt es sich aber um eine sehr seltene Version mit 38mm breitem Edelstahlgehäuse. Es hat noch alle Originalschliffe, lediglich die Drücker haben etwas Chromabrieb. Das Glas wurde erneuert, an den 20mm breiten Stegen befindet sich ein farblich zum Zifferblatt passendes Rally-Leder. Zusätzlich liegt der Uhr noch das orginale, bis etwa 19cm Gelenkumfang tragbare Stahlband bei.
Die Firma BFG/Baumgartner ist eher als Produzent von Uhrwerken bekannt, offensichtlich wurden aber auch ganze Uhren unter diesem Namen hergestellt. Vorliegender Chronograph überzeugt zunächst mit seinem Design und der schieren Größe – 42,5mm Breite und 45mm Länge tragen sich aufgrund der quadratischen Form wirklich gigantisch, zudem ist die Uhr 15mm dick. Danach fallen die drei Drücker auf, eher ungewöhnlich für einen Chronographen. Das liegt am Kaliber Baumgartner 597, es hat einen einzelnen start- und stoppbaren zentralen Sekundenzeiger, er lässt sich auch per Flyback sofort nullen und neu starten. Der Drücker bei 8 Uhr nullt alle Totalisatoren, die ansonsten immer mitlaufen, Minuten links, Stunden rechts und kleine Sekunde unten. Ja, damit hat man quasi zwei Stoppsekunden, eine höchst ungewöhnliche Konstruktion. Die Uhr ist in sehr gutem, originalem Erhaltungszustand und läuft einwandfrei, ich habe das schwarze Kunststoff-Containergehäuse bewusst nicht geöffnet, auf ein Werkfoto muss also verzichtet werden. Auch das 24mm breite Kunststoffband ist noch original. Alles in allem ein wunderbares Sammlerstück.
Hierbei handelt es sich um eine seltene Armbanduhr der japanischen Marke Citizen, das Modell Custom V2 mit schwarz eloxiertem Aluminiumgehäuse und Edelstahllünette. Es ist 41mm breit und dank des Materials trotzdem extrem leicht, der Erhaltungszustand gut, Abrieb in der Beschichtung findet sich nur an den Kanten. Im Inneren tickt das hauseigene Automatikkaliber Citizen 7290 mit Sekundenstopp sowie Datum und Wochentag. Das Datum kann bereits in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden, beim Wochentag funktioniert dies durch Wechsel zwischen 20 und 24 Uhr. Das Mineralglas wurde durch ein Originalteil erneuert, an den 18mm breiten Stegen befindet sich ein neues Textilband mit schwarzer Hardware. Laut Seriennummer wurde die Uhr im September 1971 hergestellt.
Die Reihe Superia steht bei Kienzle für Uhren mit zugekauften Steinankerwerken und damit deutlich über dem Stiftankersegment, welches die Marke ansonsten bediente. Hier liegt eine Taucheruhr aus den 70er Jahren vor, bei der als erstes die knallig orangefarbenen Zeiger und Indizes auffallen, die der Uhr zudem eine perfekte Ablesbarkeit verleihen. Ihr Zustand ist rundum gut, das verchromte Gehäuse hat nur leichte Gebrauchsspuren und minimalen Kantenabrieb, abgesehen vom erneuerten Kautschukband ist alles original. Die Lünette lässt sich in beide Richtungen drehen, das Datum kann beim Durowe 7525 bereits in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden.
Die Uhrenmarke „Jungfrau“ wurde gemäß Mikrolisk 1953 im italienischen Mailand registriert und tatsächlich werden die wenigen derzeit auf dem Markt befindlichen Uhren dieses Herstellers auch dort angeboten. Vorliegende Taucheruhr stammt aus den 70er Jahren, sie verfügt über eine verschraubte Krone und eine (etwas schwerer) drehbare Lünette, die Druckdichte entsprach einst 200 Metern. Das verchromte Gehäuse macht von vorn eine sehr gute Figur, rückseitig zeigt es etwas Abrieb, ebenso wie die Krone. Im Inneren tickt ein AS 2063 Automatikkaliber, es erzeugt stabile Gangwerte und bietet bereits eine Schnellverstellung des Datums in Kronenstufe 1. An die 19mm breiten Stege wurde ein stilechtes Kautschukband im Rally-Design montiert.
Hierbei handelt es sich um den König der Taucheruhren, zumindest wenn es nach der japanischen Marke Orient geht. Die Abmessungen sind selbst für die 70er Jahre „königlich“, über 42mm Breite verlangen schon nach einem entsprechenden Handgelenk. An den 22mm breiten Stegen befindet sich ein neues schwarzes Rally-Lederband. Die innenliegende Taucherlünette ist über die untere Krone drehbar, der obere Drücker verstellt das Datum, beim englischen Wochentag funktioniert dies durch Wechsel zwischen 20 und 24 Uhr. Am Gehäuse finden sich ein paar Gebrauchsspuren, Zifferblatt und Zeiger sind sehr gut erhalten. Das hauseigene Kaliber Orient 1942 hat konstruktionsbeding übrigens keinen Handaufzug, also muss man die Uhr vorm Tragen etwas anschütteln.
Lanco ist eine Tochterfirma von Tissot, daher verwundert es nicht, dass in vorliegendem Exemplar ein hauseigenes Automatikkaliber vom Typ 2481 tickt. Es handelt sich um eine Taucheruhr aus den 70er Jahren, die im 39mm breiten Gehäuse versenkte Lünette ist beidseitig drehbar, der Zustand rundum gut. Die Datumsanzeige kann durch Druck auf die erneuerte Krone schnellverstellt werden, an den 22mm breiten Stegen befindet sich ein schwarzes Rally-Lederband.
Diese Certina stammt aus der Reihe Argonaut, ihr 35mm breites Edelstahlgehäuse wirkt durch die quadratische Form am Arm deutlich (!) größer als es die Zahl vermuten lässt. Der Zustand ist rundum gut, es finden sich ein paar Gebrauchsspuren, u.a. am Bodendeckel. Das mattschwarze Zifferblatt hat dezente rote Zwischenstriche in der Minuterie, alle Lagerstellen des hauseigenen Kalibers 25-661 wurden gereinigt und geölt, die Gangwerte sind sehr gut. Das Datum kann durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellt werden.
Diese Monvis war einst 20 Atmosphären (200 Meter) druckdicht, was sie zu einer „echten“ Taucheruhr macht. Damit sich die vollständig aus Edelstahl bestehende Lünette beim Tauchgang nicht unabsichtlich verstellt, kann man sie mit der Krone auf 4 Uhr arretieren, ähnlich wie bei der Yema Superman. Die obere Krone ist verschraubbar, mit ihr stellt man in Stufe 1 das Datum und ganz gezogen die Uhrzeit. Der Zustand ist rundum gut, alle Schliffe sind original, poliert wurde lediglich das Glas. Auf Zeigern und Zifferblatt finden sich dezent rote Farbakzente um das Design etwas aufzulockern. An die 18mm breiten Stege wurde ein Kautschuk im Tropic-Stil montiert.
Dieser Taucherchronograph der Schweizer Marke Silex besitzt wohl eine der seltensten Komplikationen auf dem Sammelgebiet der Vintage-Armbanduhren – einen Tiefenmesser. Er befindet sich im Glas der Uhr und funktionierte (ehemals!) so, dass Wasser durch ein Loch an der Kronenseite eindrang und dann mit steigendem Tiefendruck in einem Hohlraum im Glas herumlief. Über die Zahlen auf der Lünette konnte man dann die Tiefe ablesen, diese ging bis 100 Meter, druckdicht war das Gehäuse (ehemals!) sogar bis 200 Meter. Natürlich ist diese Funktion heute nutzlos weil so eine alte Uhr eben nicht mehr wasserdicht ist, aber es handelt sich dennoch um ein besonderes Sammlerstück. Das Glas hat am äußeren Rand leichte Altersrisse, die aber nur in gewissem Lichtwinkel sichtbar sind. Beeindruckend ist die Größe des massiven Edelstahlgehäuses, es misst 42mm in der Breite, ohne die originale Krone. Diese ist natürlich verschraubbar, wie es sich für eine echte Taucheruhr gehört. Das robuste Valjoux 7733 funktioniert einwandfrei, die Zeiger nullen exakt. Das massive Edelstahlband nimmt die Breite der Uhr perfekt auf, es sollte bis etwa 19cm Gelenkumfang tragbar sein. Aufgrund der ungewöhnlichen Stegbreite von 21mm liegt zusätzlich noch ein schwarzes Canvas- sowie ein dunkelbraunes Lederband bei.
Über diese Uhr ließen sich ganze Romane schreiben. Das Modell DS2 von Certina ist so ziemlich das robusteste, was die späten 60er und frühen 70er zu bieten hatten. Das Uhrwerk hat keinerlei direkten Kontakt zum Gehäuse, es „schwebt“ darin, gehalten von einem dicken Gummiring. Den Bodendeckel ziert eine Schildkröte, wohl um die Robustheit noch zu versinnbildlichen. Das Zifferblatt des vorliegenden, etwas selteneren DayDate-Modells mit Kaliber 25-652 ist in einem wunderschön metallisch schimmernden beigen Farbton gehalten, wobei die Ränder schon zu braun tendieren. Die Gangwerte sind gut, das Datum kann durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellt werden, beim deutsche Wochentag muss noch gekurbelt werden. Als besondere Seltenheit kommt die Uhr am originalen NSA-Stahlband, es sollte bis fast 19cm Gelenkumfang tragbar sein und verfügt zusätzlich über einen Federmechanismus in der Schließe.
Rot ist wohl eine der seltensten Farben bei Uhrenzifferblättern, dabei kann es gerade in Kombination mit einem Farbverlauf zu Schwarz wunderbare Effekte erzeugen, so wie bei vorliegendem Chronographen der Schweizer Marke Sandoz. Schwarz ist auch die Skala des Minutenzählers, der dadurch sogar etwas größer wirkt als die permanente Sekunde auf der anderen Seite. Der Zustand der Uhr ist rundum sehr gut, es finden sich nur minimalste Gebrauchsspuren. Auch die Gangwerte des Handaufzugskalibers Valjoux 7734 sind perfekt, das Datum kann durch Wechsel zwischen 22 und 24 Uhr schnellverstellt werden. An den 19mm breiten Stegen befindet sich ein optisch genial passendes Reiskorn-Edelstahlband von Expandro aus den 70er Jahren. Es ist aber nur für einen Gelenkumfang von 16-17cm tragbar und daher eher als Zugabe zu sehen, es liegt ansonsten noch ein schwarzes Racing-Lederband bei.
Silberne Blockindizes auf dunkelblauem Zifferblatt gepaart mit einem fast quadratischen Gehäuse prägen das Gesicht dieser BWC aus den 70er Jahren. Der Zustand ist rundum gut, es finden sich nur wenige Gebrauchsspuren. Das ETA 2783 Automatikkaliber erzeugt sehr gute Gangwerte bei hoher Amplitude, die Datumsanzeige kann bereits in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden. An den 19mm breiten Stegen befindet sich ein neues schwarzes Lederband im Racing-Look.