Das ursprünglich auf einem Schweizer AS-Kaliber basierende Poljot 2612 wurde in einer Vielzahl verschiedener Gehäuseformen und Typen verbaut, hier liegt ein fast quadratisches Exemplar vor. Es stammt noch aus der Zeit vor 1990, erkennbar am Zifferblattaufdruck „Made in USSR“. Die Uhr wurde augenscheinlich nur wenig getragen, denn der Zustand ist rundum sehr gut. Das verchromte Gehäuse zeigt keinerlei Abrieb, Glas und Kronen sind original. Den Weckmechanismus zieht man mit der oberen Krone auf, mit der man auch die Weckzeit einstellen kann. Das schwarze Armband wurde erneuert.
Diese Raketa verfügt über eine interessante Zusatzfunktion. Mit der zweiten Krone lässt sich eine innenliegende Lünette drehen, anhand der man mit Hilfe der Skalen auf dem Zifferblatt erkennen kann, welches Datum auf welchen Wochentag fiel. Dies umspannt den Zeitraum 1980 bis 2000, die Uhr wurde also in den frühen 80ern produziert. Beim Werk handelt es sich um das Handaufzugskaliber Raketa 2614.H, das Datum kann hier durch Zug an der Krone schnellverstellt werden, beim Wochentag ist noch Kurbeln angesagt. Das vergoldete Gehäuse zeigt noch keinerlei Abrieb, an die 18mm breiten Stege wurde ein neues bordeauxfarbenes Lederband montiert.
Das Zifferblatt dieser Slava aus sowjetischer Produktion verfügt über ein feines plastisches Muster in Form kleiner Quadrate. Die schwarzen Zeiger und Indizes heben sich gut vom goldfarbenen Untergrund ab, der Sekundenzeiger schimmert rötlich. Der Zustand ist rundum gut, das vergoldete Gehäuse hat keinerlei Abrieb. Im Inneren tickt das hauseigene Handaufzugskaliber Slava 2414, die Datumsanzeige kann hier durch Wechsel zwischen 21 und 24 Uhr schnellverstellt werden.
Dieser Chronograph der russischen Marke Poljot International ist ein limitiertes Sondermodell zum Jubiläum des Weltraumflugs von Juri Gagarin am 12. April 1961. Das Zifferblatt ziert eine stilisierte Weltkugel mit dem Datum und der Dauer des Flugs von 108 Minuten. Die Uhr stammt aus einer frühen, auf 300 Exemplare limitierten Serie mit einem besonderen, später korrigierten Druckfehler. Der kleine Minutenzähler hat nur 24 Striche, ein Poljot 3133 zählt aber immer bis exakt 30 Minuten, daher ist die Ablesbarkeit hier manchmal etwas suboptimal. Das Werk liegt anders als bei späteren Auflagen in einer mit Zierschliffen veredelten Version vor, man kann es durch den Glasboden bewundern. Dieser hat zwei Kratzer, ansonsten befindet sich die Uhr in gutem, wenig getragenem Zustand. Die Bandwahl fiel auf ein hochwertiges dunkelbraunes Leder (20mm). Alle Lagerstellen des Werks wurden gereinigt und geölt, die Gangwerte sind sehr gut, das Datum ist durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellbar.
Diese Herrenuhr der Marke „W Chrono“ präsentiert sich im beliebten Fliegerdesign mit schwarzem Zifferblatt, großen Leuchtzahlen für die Stunde und einer kleinen Innenskala mit den Zahlen 12 bis 24. Das mattierte 41mm breite Gehäuse beherbergt ein robustes Miyota Automatikkaliber mit Schnellverstellung der Datumsanzeige in Kronenstufe 1. Der Zustand ist rundum gut, es finden sich nur wenige Gebrauchsspuren, beide Mineralgläser sind kratzerfrei. Neben dem Zifferblatt sind auch Krone und Stahlband signiert, letzteres dürfte bis mindestens 20cm Gelenkumfang passen.
Gut, so ganz Vintage ist diese Herrenuhr der Marke Rivado noch nicht aber über 20 Jahre hat sie wahrscheinlich schon auf dem Buckel. Ihr Zifferblattdesign ist stark von den Fliegeruhren des Zweiten Weltkriegs inspiriert, das massive Edelstahlgehäuse sowie das originale Band sind mattiert bzw. perlgestrahlt. Im Inneren tickt das seit 1977 produzierte Citizen/Miyota 8215, sichtbar durch den Glasboden. Die Datumsanzeige kann in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden, die Krone lässt sich wie bei einer Taucheruhr verschrauben. Der Zustand ist rundum gut mit ein paar Gebrauchsspuren, das Mineralglas wurde erneuert. Das Band ist bis mindestens 20cm Gelenkumfang tragbar und verfügt darüber hinaus noch über eine ausklappbare Schließenverlängerung.
Die Uhren der Kommandirskie-Reihe wurden in Russland seit den 80er Jahren bis mindestens weit in die 90er produziert. Es waren wasserdichte Zeitmesser mit robusten Kalibern. Vorliegendes Exemplar ist der russischen Marine gewidmet, den Rückendeckel ziert ein springender Schwertwal. Es finden sich so gut wie keine Gebrauchsspuren, die Uhr ist in exzellentem Zustand, auch das Automatikwerk läuft perfekt. Die Krone ist verschraubt, das Datum lässt sich durch Wechsel zwischen 20 und 24 Uhr schnellverstellen. An die 18mm breiten Stege habe ich ein schwarzes Natoband montiert.
Karex war eine Handelsmarke, die mit dem Uhrenkombinat Ruhla in Verbindung stand und zum Export in westliche Länder genutzt wurde. So tickt in vorliegendem Exemplar auch das allseits bekannte Ruhla M24. Es läuft im Rahmen seiner Möglichkeiten durchaus ordentlich, man muss aber bedenken, dass diese einfachen Kaliber bereits von Haus aus mit Gangtoleranzen von mehreren Minuten pro Tag bedacht waren. Die Uhr präsentiert sich im beliebten Taucherlook mit drehbarer Minutenlünette, der Zustand ist rundum gut, das Band augenscheinlich original. Die Datumsanzeige ist nicht schnellverstellbar, man muss also kurbeln.
Das ETA 2824-2 ist immer noch ein Zugpferd der modernen Schweizer Uhrenindustrie, gebaut wird es bereits seit dem Jahr 1982. Aus diesem Jahrzehnt stammt auch vorliegende Herrenuhr von Prätina. Beim Werk handelt es sich noch um die frühe Version ohne Sekundenstopp, das Datum kann bereits in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden. Die Uhr hat ein klassisches, leicht barockes Design mit schwarzem Zifferblatt und goldfarbenen römischen Zahlenindizes. Der Erhaltungszustand ist rundum sehr gut, alle Schliffe sind original, die Bandwahl fiel auf ein schwarzes Leder. Mit 9,5mm ist die Uhr für eine Automatik vergleichsweise flach.
Die "Sturmanskie" ist eines der attraktivsten Modelle aus der Poljot-Chronographenreihe mit Kaliber 3133. Dies liegt nicht zuletzt an der inneren, über die Krone bei 9 Uhr bedienbaren Stundenlünette. Wenn man diese bei Beginn des Stoppvorgangs auf den Stundenzeiger einstellt, hat man gleichzeitig einen Stundenzähler. Vorliegend handelt es sich um die seltene schwarze Version, produziert noch zur Zeit der Sowjetunion. Die Drehlünette hat minimale Spuren bei der 3, das verchromte Gehäuse zeigt etwas Abrieb, im Inneren werkelt das bekannte Kaliber 3133. Alle Funktionen sind einwandfrei gegeben, das Datum ist durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellbar. Montiert wurde ein schwarzes Lederband in Vintage-Optik.
Das ETA 2824-2 ist immer noch ein Zugpferd der modernen Schweizer Uhrenindustrie, gebaut wird es bereits seit dem Jahr 1982. Aus diesem Jahrzehnt stammt auch vorliegende Herrenuhr von Regent/Osco. Beim Werk handelt es sich noch um die frühe Version ohne Sekundenstopp, die Gangwerte sind sehr gut, das Datum kann bereits in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden. Das vergoldete Edelstahlgehäuse hat minimale Abriebspuren, mit 40mm inkl. Kronenschutz ist es relativ groß dimensioniert. Erneuert wurden das Mineralglas sowie das dunkelbraune Lederband.
Bei dieser Raketa muss man anfangs zweimal hinschauen, bis man sich an das richtige Ablesen der Uhrzeit gewöhnt hat. Denn ihr Zifferblatt zeigt volle 24 Stunden, der Stundenzeiger macht also nur eine Umdrehung pro Tag. Drehen kann man auch die innenliegende Lünette, die farbigen Bereiche könnten Stunden zur Wachablösung in der Seefahrt symbolisieren. Der Zustand der Uhr ist rundum sehr gut, sie wurde offensichtlich selten getragen. Die Bandwahl fiel auf ein schwarzes Leder.
Diese Uhr aus dem Hause Poljot ist dem Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus gewidmet. Man kann sie auf das Jahr 1992 datieren, dem 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas, das schwarzglänzende Zifferblatt ziert ein Segelschiff. Mit der oberen Krone kann der Wecker aufgezogen und gestellt werden, wird der rote Weckzeiger vom Stundenzeiger erreicht, ertönt ein lautes Rasseln. Erneuert wurde lediglich das schwarze Lederband, der Zustand ist sonst nahezu neuwertig, es finden sich kaum Gebrauchsspuren.
Bei dieser Herrenuhr handelt es sich um eine Eigenkreation. Werk, Zifferblatt und Zeiger stammen von einer Buran, das Gehäuse von einem Poljot Chrono. Da beide Uhren das gleiche Werk verwenden, ein Poljot 3133, passt dies sowohl optisch als auch technisch perfekt. Alle Funktionen sind einwandfrei gegeben, das Datum kann durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellt werden, beim Armband fiel die Wahl auf ein dunkelbraunes Leder in Vintage-Optik (18mm).
Bei dieser Herrenuhr handelt es sich um eine Eigenkreation, einen sogenannten Mod. Werk, Zifferblatt und Zeiger stammen von einer Poljot Sturmanskie, das Gehäuse von einem Vostok Kommandirskie Chrono. Die Lünette ist klickend gegen den Uhrzeigersinn drehbar, der Zustand rundum gut. Mit knapp 40mm Breite und über 14mm Dicke ist die Uhr am Arm durchaus präsent. Das Datum kann durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellt werden, beim Armband fiel die Wahl auf ein schwarzes Leder (20mm).
Für Freunde der Bi-Color-Optik kommt hier die perfekte Uhr, ein Poljot Chronograph aus den 90er Jahren mit Edelstahlgehäuse und vergoldeter Tachymeterlünette. Diese ist sogar satt klickend gegen den Uhrzeigersinn drehbar, obwohl das bei dieser Funktion überhaupt nicht nötig wäre. Rein zur Zierde ist wohl auch die Wochentagsanzeige, die der Uhr eine Tricompax-Optik verleiht. Denn sie ist konstruktionsbedingt (!) nicht schnellverstellbar, dies geht nur über extreme Kurbel-Orgien zwischen 23 und 24 Uhr, das aber teils über mehr als 31 Tage hinweg. Ich empfehle daher darauf zu verzichten, da es mit erheblichem Verschleiß einhergeht. Alle Funktionen sind ansonsten einwandfrei gegeben, die Gangwerte perfekt, der äußere Zustand sehr gut. Das originale Stahlband ist bis mindestens 19cm Gelenkumfang tragbar, eine zeittypische Poljot-Transportbox liegt ebenfalls bei.